Unser Gehirn selektiert. Es lässt nicht alle Informationen in unser Bewusstsein durch. Lesen Sie hier, wie Ihnen dieser Effekt in der internen Kommunikation nutzt.

Haben Sie sich vor dem Autokauf erst einmal für ein Modell interessiert, werden Sie diesen Fahrzeugtyp plötzlich ständig auf den Straßen sehen. Oder besser: wahrnehmen. Andere Fahrzeuge dringen nicht so deutlich in Ihr Bewusstsein. Interessieren Sie sich neuerdings für gute Formulierungen, so werden Ihnen von Stund an besondere Textpassagen in Zeitungen, Online-Portalen oder in Mails auffallen. Unser Gehirn selektiert Informationen und nur einige schaffen es, in unser Bewusstsein überzutreten. Und das ist gut so. Würde die ganze Informationsfülle einer Situation in unser Bewusstsein gelangen, wären wir schnell überfordert. Durchgelassen wird, was unserer aktuellen Interessenslage entspricht. Dabei setzen wir uns unbewusst und manchmal auch bewusst selbst Schwerpunkte.

Den gewünschten Fokus zielgerichtet stützen
In Unternehmen gilt es stets, bestimmte Themen intern intensiv voranzutreiben. Selbst in normalen wirtschaftlichen Zeiten setzen Markt, technische Entwicklung oder gesetzliche Rahmenbedingungen in zusehends kürzeren Rhythmen neue Akzente, die eine Adaption im Unternehmen erfordern. Qualität, Effizienz, Innovation, Arbeitssicherheit und Kundenservice sind als Oberbegriffe nur einige Schlagworte dazu. In turbulenten Zeiten ist der Handlungsdruck noch ungleich höher. Die Mitarbeiter*innen sind dann besonders gefragt, eben nicht nur nach Anweisung zu agieren, sondern in ihrem persönliche Arbeitsumfeld aktiv Potenziale wahrzunehmen und zu heben. Unsere Aufgabe in der internen Kommunikation ist es, diese Sensibilität für Potenziale zu schärfen, den Fokus darauf zielgerichtet zu stützen.

Die Selektionsschwelle prägen
Zu Nutze machen wir uns die selektive Wahrnehmung des Gehirns. Das für uns wichtige Fokus-Thema setzen wir hierzu vielfach wiederholt über verschiedene Kanäle kommunikativ in Szene. Auf diese Weise gewinnt es an Bedeutung und wird zunehmend im Arbeitsalltag wahrgenommen. Der gewünschte Fokus entsteht. Aber Achtung: Wer hier schlicht die gleiche Platte abspielt, erntet maximal Reaktanz. An dieser Stelle kommt das interne Themenmanagement zum Zuge: Das Fokus-Thema wird strategisch ausgearbeitet stets in ein neues Rezept eingebettet, sodass es auch bei mehrfacher Kommunikation neu und frisch daherkommt. Als Bild stellen Sie sich eine Tomate als Ihre Botschaft vor. Wir nutzen nun Pizza, Spaghetti-Bolognese oder Capricciosa-Salat als Transportmittel. Die Tomate steht nicht im Vordergrund, ist aber stets fein angerichtet mit dabei und wirkt. Und mit der Pizza beispielsweise holen wir die Zielgruppe eher an den Tisch als mit reinen Tomaten. Weiterer Vorteil: Wir haben die Chance, viele Facetten des uns so wichtigen Themas zu kommunizieren und so ein umfassendes Bild zu schaffen. Der Effekt: Die Sensibilität für unser Thema unter verschiedensten Blickwinkeln steigt. Mögliche Potenziale werden schneller wahrgenommen. – Das ist Fokus.

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